Überzeugender Auswärtssieg der B-Jugend

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Mit toller Moral und einem erneut hervorragenden Torwart wurde Schnellmannshausen nach einem 10:12 Pausenrückstand mit 21:15 eindrucksvoll "an die Wand gespielt". 
Am letzten Spieltag der SG Schnellmannshausen in der Treffurter Normannsteinhalle spielen zu müssen, erfordert schon ein starkes Nervenkostüm. Hier ist meist alles auf den Beinen, auch schon zu den Vorspielen. So auch beim B-Jugend-Landesligaderby Tabellenführer gegen Tabellenmittelfeld. Sieht nach Ansicht der Fans nach reiner Formsache aus. Zumal auf den Rängen gemutmaßt wurde, Nazza löse sich auf und die Besten „laufen über“! Außerdem wurde nach der Ein-Tor-Niederlage im Herbst im Internet (Facebook) geäußert: „… die werden sich umgucken, wenn sie zu uns kommen!“
Dass daraus nichts wurde, konnte man oben am Ergebnis bereits ablesen. Außergewöhnlich jedoch, wie dieser Sieg zustande kam. Schon beim Vergleich Halbzeit- und Endergebnis ist ersichtlich, welche Mannschaft in der zweiten Spielhälfte wie viele Tore erzielt hat.
Nazza mit 11 zumindest einen Treffer mehr als im ersten Abschnitt. Hier muss das letzte Tor noch erwähnt werden. Nazza bekam wenige Sekunden vor Schluss, in der eigenen Hälfte stehend, nach taktischem „Festmachen“ durch den Gegner, noch einen Freiwurf zugesprochen. Das Hallensignal ertönt und der Schnellmannshäuser Torwart verlässt seinen Kasten. Dominik Marx hält den Ball in der Hand und wartet verzweifelt auf den Pfiff der Schiedsrichter. Als der endlich ertönt, wirft er aus ca. 25 Metern auf das leere Tor - und trifft. Die Fans auf den Rängen trauten ihren Augen nicht und verstanden die Welt nicht mehr. Hatten doch die Heimschiedsrichter die Spielleitung in der Hand. An der Stelle muss man ihnen eine wirklich gute Leistung bescheinigen!
Zurück zu den Treffern – nach Adam Ries ist 15 – 12 = 3. In Worten - drei!
Diese magere Ausbeute erzielte der Gastgeber in 25 Spielminuten. Wie ist so etwas möglich?
Wir wissen nicht, was in der Nazzaer Kabine besprochen wurde. Wahrscheinlich ging es um Aussagen wie „... um die Ehre!“ und „… jetzt erst recht!“ Resultat: Abwehrarbeit vom Feinsten, daraus folgende Konter, welche manchmal sehr rüde unterbunden wurden und ein Lucas Hausmann im Tor, der 16 Bälle hielt und nur 15 aus dem Netz holen musste! Auch in der zweiten Halbzeit war das letzte Gästetor sehenswert. Ein Kempa-Wurf der besonderen Art! Angeworfen wurde er von Dominik Marx, vermeintlich für Felix Mähler. Der ließ jedoch durch und Linksaußen Christian Broßmann netzte spektakulär ein.  
Die Schnellmannshäuser konnten einem leidtun. Die 7 Nazzaer Jungs mit ihren beiden Trainern dagegen können von sich behaupten, als einziges Team den Tabellenführer - aber noch nicht Staffelsieger – beide Male bezwungen zu haben. Nun muss „Schnelli“ gegen Bad Salzungen unbedingt gewinnen. Und da werden ihnen die Altersgefährten sogar die Daumen drücken. Erstens, weil die Kreisstädter keinen Nachholetermin der Nazzaer akzeptierten und zweitens kann Nazza sogar noch auf den Bronzerang kommen, wenn Sömmerda gleichzeitig gegen Behringen/Sonneborn siegt.
Dazu außerdem noch nötig, ein Sieg im letzten Heimspiel am 5. Mai, 15:00 Uhr, gegen den Tabellennachbarn Suhl/Zella-Mehlis. Gern würde die „Reserve“ der Nazzaer Männermannschaft diese und viele weitere Fans, auf den Rängen der Treffurter Normannsteinhalle begrüßen.

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