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TiS-Ensemble amüsiert Publikum mit zweitem Programm

Nazza, den 25.03.2018

In Nazza geht man zum Lachen nicht in den Keller, sondern in die Scheune. Dorthin lud das Ensemble des Theaters in der Scheune (TiS) am Freitag und Samstag zu seinem zweiten Programm ein. Unter dem Titel „Alles nur Theater. Wir schon wieder!“ knüpfte die dreizehnköpfige Laienspielgruppe an das Konzept ihres Debüts im vergangenen Jahr an und inszenierte elf Sketche. Dafür schlüpften die Darsteller in vielfältige Kostüme und Rollen und nahmen Marotten und Dialekte lustiger Figuren an. Bildungslücken bei Jung und Alt, Sprachver(w)irrungen, Possen aus Ehe- und Familienleben und andere skurrille Szenarien wurden von den passionierten Darstellern auf die selbstgebaute Bühne gebracht, was ihnen und dem Publikum sichtlich Spaß machte.

Um den Jahresbeginn hatte das Ensemble mit den Proben begonnen. Es setzt sich aktuell zusammen aus Juliane Basilius, Leon und Grit Bätzold, Susanne Heilwagen, Jonas Lemm, Simone Mähler, Torsten Pittorf, Jens Speckenbach, Hiltrud Wiegand und Annegret Zöller - Anette Dietrich, Michel Herold und Udo Heilwagen sind seit der ersten Inszenierung zur Truppe hinzugestoßen. Dank zollt das Ensemble Ernst Klinkhardt für die musikalische Rahmung, Dirk und Johannes Friebe für die Tontechnik, Siegfried Deubner für die audiovisuelle Aufzeichnung, der Haineck-Grundschule für diverse Requisiten, der Druckerei Husemann und auch seinen Bardamen und –herren.

Die aufgeführten Stücke stammten aus dem reichen Schatz mündlich tradierter Witze oder aus der Feder humoristischer Autoren wie Karl Valentin und Manfred Dempf. Im Gegensatz zum Werk Victor von Bülows alias Loriot werden die Aufführungsrechte dafür nicht von Nachfahren der Autoren verweigert, wenn sich eine Gruppe ambitionierter Hobbyschauspieler anschickt, einen Beitrag zu lebendiger Dorfkultur zu leisten.

Dieser ist durchaus gelungen: An beiden Abenden fanden etwa 120 Freundinnen und Freunde des gepflegten Laienspiels aus Nazza und seinen Nachbargemeinden den Weg in die nazz’sche Theaterscheune. Trotz verminderter Leistung der Scheunenheizung war die Stimmung kein bisschen unterkühlt. Auf eine baldige Fortsetzung darf sich gefreut werden!

 

Bericht eines Gastes

 

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TiS 2018 (03.04.2018)